Erfahrung seit 1983
Die
Schmerzklinik ist
nach § 40 SGB V von allen
gesetzlichen Krankenkassen als
Rehabilitationseinrichtung anerkannt und auch beihilfefähig (OPS 8-918).
Unser "Diagnosefinder"
SCHMERZEN im KIEFERGELENK
Schmerzen in den Kiefergelenken
Schmerzen ausschließlich im Kiefergelenk sind äußerst selten. Eigentlich kommen dafür nur drei mögliche Ursachen in Frage:
Arthritis des Kiefergelenk s (= En tzündung des Kiefergelenk s)
traumatische (= verletzungsbedingte) Affektionen (= Störungen, Erkrankungen)
Meist kommt es aber auch bei diesen Ursachen zu einer Ausstrahlung in benachbarte Gewebsbereiche, so daß daraus dann letztlich Gesichtsschmerzen resultieren.
Weitere Ursachen, bei denen im Rahmen von Gesich tsschmerzen auch Schmerzen im Kiefergelenk auftreten können:
entzündliche Prozesse im Gesich tsbereich
Erkrankungen im Bereich der Nasenne benhöhlen
Zahn- und Kieferaffektionen
Fehlfunktionen der Kiefergelenk e (sog. Myoarthropat hien)
Erkrankungen in der Augenhöhle (z.B. Glaukom)
Das Schmerzbild entspricht in der Regel dem eines atypischen Gesichtsschmerzes. Primär muß die Ursache behandelt werden, dennoch persistieren (= verbleiben, weiter anhaltend) häufig die Gesichtsschmerzen, so daß dann die Therapiemaßnahmen zur Behandlung des primären (= ohne erkennbare Ursache bestehenden) atypischen Gesich tsschmerzes versucht werden können.
Eine der häufigsten
Ursachen für
Schmerzen im Kiefergelenk sind
Myoarthropathien
des
Kauappa
rates:
Patienten mit
Myarthropathien
verspüren neben
Schmerzen in den Kiefergelenken
hauptsächlich Schmerzen im Schlä fenbereich
und am seitlichen Oberkie fer. Öfters
strahlen die Schmerzen auf der selben Seite auch ins
Ohr, zur
Stirn
und / oder in die Augenhöhle aus.
Bei einerMyoarthropat
hie
liegt eine Fehlfunktion des Kiefergelenk
es vor, wofür
verschiedene Ursachen in Frage kommen können:
schlecht sitzende Prothese
das Fehlen der hinteren Mahlzähne
Bißanomalie
Die Fehlfunktion führt
schließlich zu einer
Kiefergelenkarthrose. Häufig kauen die Patienten nur
einseitig.
Oft finden sich bei der Auskultation
(= Abhorchen)
beider Kiefergelen ke unterschiedliche Okklusionsgeräusche
(= Verschlußgeräusche).
Therapie bei
Schmerzen im Kiefergelenk aufgrund einer
Myoarthropathie:
Zunächst sollte die Vorstellung bei einem
Kieferorthopäden erfolgen, mit der gezielten Frage, ob die Verordnung einer sog.
Aufbißschiene angezeigt ist.
Spezielle Schmerztherapie bei Schmerzen in den Kiefergelenken
Bei
Schmerzen im Kiefergelenk
hat sich eine in kürzeren Abständen wiederholte Infiltration der
Kaumuskulatur mit einem lang wirkenden
örtlichen Betäubungsmittel
(z.B.
Bupivacain 0,25-0,5%) bewährt, ebenso Blockaden
(= Betäubungen)
der beteiligten
Ner
ven
im
Gesich
tsbereich
(supraorbitalis, infraorbitalis und auriculotemporal
is).
Als nächst höhere Therapiestufe kommen dann engmaschige Blockaden des Ganglion
cervicale superior*
(= eine vegetative Schaltstelle im hinteren Rachenbereich)
oder auch des Ganglion stellatum
(= eine vegetative Schaltstelle im seitlichen Halsbereich)
in Frage. Das Ganglion stellatum kann auch
kontinuierlich mittels
eingepflanztem Katheter betäubt werden.
Bei der Verabreichung von Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) kommt es neben der gewünschten Unterbrechung der Schmerzreizleitung im behandelten Bereich zu einer sehr deutlichen Steigerung der Durchblutung, die sowohl jeder entzündlichen (z.B. Arthritis der Kiefergelen ke) als auch degenerativen Schmerzursache (z.B. Arthrose) kausal (= ursächlich) entgegenwirkt. Da Lokalanästhetika hinsichtlich ihrer Wirkung zeitlich begrenzt sind (z.B. Bupivacain bis zu 6 Stunden), muß eine solche Behandlung engmaschig (mind. 2 mal täglich, auch an Wochenenden) über einen längeren Zeitpunkt (z.B. 2-3 Wochen) erfolgen. Dies setzt aber regelmäßig eine stationäre Behandlung voraus.
Vor allem in Hinblick auf ein mögliches Rezidiv (= Rückfall) ist bei Schmerzen im Kiefergelenk ein EMG-Biofeedback (= Registrierung und Rückmeldung der bioelektrischen Muskelaktivität) zu empfehlen.
* Die Blockade des Ganglion cervicale superius erfolgt als GLOA (= Blockade mit einem Opium-ähnlichen Wirkstoff), der Nachteil gegenüber der Verwendung eines Lokalanästhetikums (= örtliches Betäubungsmittel) ist aber, daß die Wirkung auch bei wiederholter Anwendung kaum anhaltend ist, da die sympathikolytische (= gefäßerweiternde) Komponente nur gering oder gar nicht ausgeprägt ist.
Laut den Ausführungen des Bundesministeriums für Gesundheit haben seit dem 1.4.2007 alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Quelle: Web-Seite der Bundesregierung und Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen. Zu diesem Wahlrecht gibt es mittlerweile auch einUrteil des hessischen Landessozialgerichts (Az.: L 1 KR 2/05): Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen.
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Aktualisiert: >14.11..2008</> kusb&
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